{"id":2033,"date":"2019-05-27T13:57:04","date_gmt":"2019-05-27T11:57:04","guid":{"rendered":"https:\/\/genus-develop.go-vip.co\/pic-de?page_id=2033"},"modified":"2022-01-13T11:16:51","modified_gmt":"2022-01-13T10:16:51","slug":"hof-loose","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/genus-develop.go-vip.co\/pic-de\/uber-uns\/kundenstimmen\/hof-loose\/","title":{"rendered":"Hof Loose"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-von-der-jungsau-bis-zum-mastschwein-alles-in-einer-hand\">Von der Jungsau bis zum Mastschwein &#8211; alles in einer Hand<\/h2>\n\n\n\n<p>Jedes Jahr verlassen \u00fcber zehneinhalbtausend Schweine den Stall von Matthias Loose. Jedes einzelne k\u00f6nnte nicht nur mit 3x D gekennzeichnet werden, sondern stattdessen den Stempel \u201cgeboren und aufgewachsen in Rheine\u201d tragen, denn hier produzieren rund 350 Sauen Ferkel f\u00fcr den eigenen Maststall. Und auch die Sauen sind geboren und aufgewachsen in Rheine, denn Matthias Loose zieht als Closed-Herd-Betrieb die Jungsauen zur Remontierung der Sauenherde selber nach.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Leistung und Aufwand &#8211; das passt<\/h3>\n\n\n\n<p>Mit \u00fcber 30 verkauften Schlachtschweinen pro Sau und Jahr l\u00e4uft\u2019s richtig rund im Schweinestall. Jungsauen selber nachziehen, 350 Sauen, Ferkelaufzucht und die komplette Mast: Das h\u00f6rt sich nach viel Arbeit \u2026 \u201cSicherlich, genug zu tun gibt es,\u201d stimmt Matthias Loose zu, \u201caber wenn die Arbeitsorganisation stimmt und man sich auf das Wesentliche konzentriert, l\u00e4uft ein moderner Familienbetrieb rund. Denn als solcher sehen wir uns, auch wenn wir seit inzwischen f\u00fcnf Jahren einen Mitarbeiter besch\u00e4ftigen.\u201d<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Einstieg in die Eigenremontierung im Zuge der Bestandsaufstockung<\/h3>\n\n\n\n<p>Schon immer werden auf dem Hof Loose Sauen gehalten und Ferkel erzeugt. Seit 2010 wird auch ein Teil der Ferkel selbst gem\u00e4stet. Allerdings entschied sich Matthias Loose erst mit dem Stallbau 2016 und der damit verbundenen Bestandsaufstockung in das komplett geschlossene System einschlie\u00dflich eigener Jungsauenaufzucht einzusteigen, denn nach dem Neubau war auch Platz f\u00fcr die nachwachsende Generation der Sauenherde.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201cJetzt habe ich das gesamte System in meiner Hand\u201d, erl\u00e4utert Loose seine Motivation zur Umstellung<br>von Jungsauenzukauf zu Eigenremontierung. \u201cSicherlich muss ich entsprechend weiter voraus planen, z. B. bei den Vorstufenanpaarungen, um zur richtigen Zeit gen\u00fcgend Jungsauen zur Verf\u00fcgung zu haben. Aber wenn sich das System einmal eingespielt hat, dann l\u00e4uft\u2019s.\u201d Aktuell wird die Reinzuchtkernherde (PIC L03 Large White) noch aus PIC\u2019s Nukleusbetrieb Podelzig remontiert, aber Loose \u00fcberlegt, ob er dies nicht auch in Eigenregie machen sollte. Aber hierzu will er sich auch noch mal mit PIC\u2019s Zuchtberater Schulte S\u00fcdhoff unterhalten, um das F\u00fcr und Wider zu diskutieren.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Anpaarungen mit Vorstufensperma ist der Betrieb Loose freigeschaltet f\u00fcr den Bezug von L02-Sperma (PIC\u2019s Landrasse-Linie) \u00fcber die GFS. \u201cZweite Wurf-Sauen kommen f\u00fcr diese Belegungen in Frage\u201d, sagt er, \u201cauch wenn ich theoretisch Zuchtfortschritt verschenke, m\u00f6chte ich die Jungsauenleistung gesehen habe, bevor ich Vorstufensperma einsetze. Ein unterdurchschnittlicher Mastferkel-Wurf ist eher zu verschmerzen als ein unterdurchschnittlicher mit Zuchtferkeln.\u201d Mit diesem Ansatz verschiebt er auch die so genannte Jungsauenselektion in den Abferkelstall auf die Zeit nach der ersten Abferkelung. \u201cDas Strichez\u00e4hlen bei Jungsauen spare ich mir, denn die Zitzen kleben wir bei den Zuchtferkeln ab und kontrollieren beim Absetzen. Das reicht\u201d, erg\u00e4nzt er.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jungsauenaufzucht richtig managen<\/h3>\n\n\n\n<p>\u201cSeit wir die Jungsauen selber aufziehen, l\u00e4uft\u2019s eigentlich noch runder\u201d, schildert er seinen Eindruck der letzten zwei Jahre. \u201cIn diesem Wirtschaftsjahr setzen wir \u00fcber ein Ferkel mehr ab als noch im vergangenen Wirtschaftsjahr. Und die ersten vier Monate in 2018 sind auch schon sehr vielversprechend: Lebend geborene bei 16 und Ferkelverluste stabil um die 10 %. Da kommen verschiedene Faktoren zusammen, und eine gute Portion Zuchtfortschritt ist sicherlich auch dabei\u201d, f\u00fcgt er hinzu.<\/p>\n\n\n\n<p>Wichtig ist, dass die zuk\u00fcnftigen Jungsauen nicht wie Mastschweine behandelt werden. Mit der M\u00f6glichkeit, die Altgeb\u00e4ude umzunutzen, k\u00f6nnen Zucht- und Mastferkel bei Ausstallung aus dem Flatdeck getrennt aufgestallt und gezielt und bedarfsspezifisch gef\u00fcttert werden. Gef\u00fcttert werden zwei verschiedene rohfaserreiche Jungsauenaufzuchtfutter mit 12,6 MJ ME\/kg und 6 % Rohfaser bzw. 12 MJ ME\/kg und 6,5 % Rohfaser. Beide Jungsauenaufzuchtfutter sind zus\u00e4tzlich mit speziellen S\u00e4urekombinationen aufgewertet, um ein h\u00f6chstm\u00f6gliches Ma\u00df an Darmgesundheit und Salmonellensicherheit zu erreichen. \u201cMein Futterberater Ulrich Peschel von Rothk\u00f6tter sagt mir immer wieder: Die Jungsauen sind die Prinzessinnen auf deinem Hof und so m\u00fcssen sie auch behandelt werden.\u201d Im Alter von 21 Wochen wird umgestellt auf Jungsauen-Futter f\u00fcr die Aufspeckung mit 13,0 MJ ME und ab 200 Tagen beginnt die Rauschestimulierung mittels Eber. Mit 220 Tagen hat ein Gro\u00dfteil der 15er-Gruppe das erforderliche Gewicht, um belegt zu werden. Bei Jungsauen, die bis zu einem Alter von 240 Tagen noch nicht gerauscht haben, wird die Rausche induziert, um die Tiere in den 3-Wochen-Rhythmus eingliedern zu k\u00f6nnen, so dass im Schnitt ein Erstbelegealter von ca. 240 Tagen erreicht wird.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Erfolgreiche Belegung legt den Grundstein \u2026<\/h3>\n\n\n\n<p>Wer bei vier Wochen S\u00e4ugezeit auf fast 2,4 W\u00fcrfe je Sau kommt, kann beim Belegen nicht allzu viel falsch gemacht haben \u2026 \u201cSo wirklich viel Besonderes machen wir eigentlich nicht\u201d, meint Loose. Belegt wird nach mehr oder weniger klassischem Schema und der Einteilung der Sauen in fr\u00fch, normal und sp\u00e4t rauschende Sauen. \u201cAllerdings fangen wir seit einiger Zeit mit der Rauschekontrolle bereits am Absetztag an. Denn es kommt vor, dass Sauen schon am Absetztag oder einen Tag sp\u00e4ter rauschen und auch dulden. Wenn wir die verpassen, bedeutet es eine weitere Runde, um sie dann wieder ins System des 3-Wochen-Rhythmus zu bekommen.\u201d Sp\u00e4testens nach einer Woche sind alle abgesetzten Sauen und die Jungsauen belegt, selten bleibt mal eine Sau \u201c\u00fcbrig\u201d. Drei Stimuliereber (Masteber) kommen zum Einsatz. Einerseits, um m\u00f6glichst effizient und z\u00fcgig bei der Belegung sein zu k\u00f6nnen, andererseits, um gen\u00fcgend Stimulierreize vor, w\u00e4hrend und nach der Belegung geben zu k\u00f6nnen. Und bei der selbst gesetzten Grenze von h\u00f6chstens zwei Belegungen je Rausche muss das System effektiv laufen. \u201cWenn die Brunststimulierung und Rauscheerkennung richtig gemacht werden, macht eine dritte Belegung eher den Erfolg zunichte, als dass sie zu besseren Leistungen verhilft\u201d, ist die Erkenntnis.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ergebnisse mit weniger als 2% Umrauschern und aktuell knapp \u00fcber 17 gesamt geborenen Ferkeln je Wurf k\u00f6nnen sich wahrlich sehen lassen.<br>Wichtig ist, dass die Sauen nach der S\u00e4ugezeit wieder in Kondition gebracht werden. Hierf\u00fcr wird die Zeit im Deckzentrum genutzt, wo die normale Futterkurve auf 40 MJ ME je Sau und Tag eingestellt ist. St\u00e4rker abges\u00e4ugte Sauen bekommen einen Zuschlag von 40 %.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle Sauenfutter enthalten Fischmehl, diese tierische Eiwei\u00dfquelle ist sehr hilfreich beim Protein-Stoffwechsel, hinzu kommt auch noch ein hoher Teil an Walzgerste, was auch in der Sauenherde zu deutlich mehr Ruhe und Darmgesundheit gef\u00fchrt hat.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gruppenhaltung an Abrufstationen<\/h3>\n\n\n\n<p>Nach 28 Tagen im Deckzentrum erfolgt die Umstallung in den Wartestall mit elektronischer Abruff\u00fctterung. Die Altsauen laufen in festen Gruppen, bei den Jungsauen wird dynamisch zu- bzw. ausgestallt. \u201cBei der Gruppengr\u00f6\u00dfe von 50 Sauen klappt es mit dieser Einteilung sehr gut. Den Jungsauen m\u00f6chte ich nicht den Stress zumuten, sich in der ersten Tr\u00e4chtigkeit mit den etablierten Sauen auseinandersetzen zu m\u00fcssen\u201d, erl\u00e4utert Matthias Loose und erg\u00e4nzt: \u201cAber wenn ich heute entscheiden w\u00fcrde, k\u00e4men hier Fress-Liege-Buchten und Fl\u00fcssigf\u00fctterung rein, f\u00fcr eine bessere \u00dcbersichtlichkeit.\u201d<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">So wenig Unterst\u00fctzung bei der Abferkelung wie m\u00f6glich<\/h3>\n\n\n\n<p>Eine Woche vor dem Abferkeltermin zieht die Sauengruppe in den Abferkelstall um. Hier wird zweimal am Tag fl\u00fcssig nach Futterkurve und Fressverhalten gef\u00fcttert. Trotz des Gro\u00dfraumabteils geht es hier doch recht ruhig zu. Die Tierkontrolle erfolgt zu den F\u00fctterungszeiten, wobei gleichzeitig der Kot aus den Buchten entfernt wird. Das Geburtsprotokoll hilft dabei, Geburtshilfe gezielt und nicht vorschnell zu leisten. So wird auf der Sauenkarte der Geburtsbeginn sowie in der Folge die Uhrzeit und die Anzahl geborener Ferkel notiert. Sollte die Geburt ins Stocken geraten, d.h. die Sau ist aktiv und hat Wehen, ohne dass die Geburt weiter geht, wird eingegriffen und ein m\u00f6glicherweise quer sitzendes Ferkel geholt. Der Einsatz von Oxytocin beschr\u00e4nkt sich auf ein absolutes Mindestma\u00df. \u201cZu fr\u00fch oder falsch eingesetzt, schadet es eher, als dass es n\u00fctzt\u201d, ist Loose \u00fcberzeugt. Um die Abferkeltermine m\u00f6glichst eng beisammen zu halten, wird bei den Sauen, die am 115. Tr\u00e4chtigkeitstag morgens noch nicht geferkelt haben, die Geburt eingeleitet.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u201cDie Sauen sollen ihre Ferkel selbst gro\u00df ziehen\u201d<\/h3>\n\n\n\n<p>Nach Milchschalen oder -tassen h\u00e4lt man hier vergeblich Ausschau. \u201cZuviel Arbeit\u201d ist der schlichte Kommentar. \u201cFr\u00fcher hatten wir Rescue Decks, das war viel aufw\u00e4ndiger als mit dem Ammensystem, das wir jetzt fahren. Und viele Sauen schaffen es auch, 14 und mehr Ferkel selbst aufzuziehen. Ferkel zusetzen erfolgt immer mit Blick auf die Sauenkarte. Eine Sau, die im vorherigen Wurf 14 Ferkel abgesetzt hat, schafft auch 15 &#8211; unabh\u00e4ngig von der Strichanzahl\u201d, beschreibt Loose seine Erfahrungen. Die Ferkel, f\u00fcr die dennoch eine Alternative gefunden werden muss, kommen an eine Ammensau. Vier bis f\u00fcnf Ammensauen je Abferkelgruppe sind es in der Regel, die dann auch nochmal im Schnitt zw\u00f6lf Ferkel aufziehen. Als Ammensauen kommen Schlachtsauen mit guter Leistung aus der vorherigen Gruppe in Frage, an die drei Tage alte, gut entwickelte Ferkel aus der aktuellen Gruppe gesetzt werden. Die frei gewordene Sau, meist eine Zweite-Wurf-Sau mit kleineren Strichen, erh\u00e4lt dann kleinere Ferkel aus der aktuellen Gruppe.<\/p>\n\n\n\n<p>Apropos \u201cSchlachtsau mit guter Leistung\u201d, warum ist eine Sau mit guter Leistung eine Schlachtsau? \u201cWeil wir gezielt Leistungsselektion betreiben, und mit den Jungsauen eine weitere Leistungssteigerung in die Herde bringen k\u00f6nnen. Da nur wenige Sauen zwangsweise ausfallen, wegen Fundament, Fruchtbarkeitsst\u00f6rungen oder gar TKV, haben auch Schlachtsauen gen\u00fcgend Kondition und Milchleistung, um noch einen Wurf gro\u00df zu kriegen\u201d, antwortet Loose.<\/p>\n\n\n\n<p>Anstatt einem Zusatzangebot an fl\u00fcssiger Nahrung erhalten die Ferkel nach der ersten S\u00e4ugewoche bereits Pre-Starter, der zu den F\u00fctterungszeiten der Sauen auf den blanken Trog gegeben wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle drei Wochen mittwochs wird eine Sauengruppe abgesetzt. Zur Vorbereitung gibt es am Dienstag nur noch die halbe Futtermenge und am Absetztag nur noch Wasser. \u201cBei der hohen Milchleistung der Sauen ist mir hier wichtig, dass die Sauen z\u00fcgig trocken gestellt werden, um Probleme mit dem Ges\u00e4uge zu vermeiden\u201d, betont Loose. F\u00fcr einen Energieschub nach dem Absetzen gibt es \u00fcber f\u00fcnf Tage eine zus\u00e4tzliche Zuckergabe. \u201cDas machen wir noch nicht so lange. Von den \u2018gezuckerten\u2019 Sauen hat noch keine abgeferkelt. Mal sehen, ob es einen<br>Effekt hat\u201d, erl\u00e4utert er die Ma\u00dfnahme. Absetzen bedeutet bei Loose, dass das Abferkelabteil noch bis Montag belegt bleibt, ausgestallt werden am Absetztag nur die Sauen. Die Ferkel werden erst f\u00fcnf Tage sp\u00e4ter ins Flatdeck gefahren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ferkelaufzucht und Mast &#8211; das l\u00e4uft \u2026<\/h3>\n\n\n\n<p>Mit im Schnitt 7,5 kg kommen die Ferkel ins Flatdeck und alle drei Wochen werden L\u00e4ufer in die Mast umgestallt, je nach dem, wie die Kapazit\u00e4ten im Maststall es zulassen. Alle 10\/11 Tage werden Mastschweine verkauft, bis zur Masken\u00e4nderung im vergangenen Jahr auch als Eber. Gef\u00fcttert wird anhand einer Zunahmenkurve, die ein Auszubildender vor drei Jahren ausgearbeitet hatte.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u2018Verantwortung lernen\u2019 wird in der Ausbildung gro\u00dfgeschrieben<\/h3>\n\n\n\n<p>Seit sieben Jahren ist der Betrieb Loose anerkannter Ausbildungsbetrieb und regelm\u00e4\u00dfig ist ein Auszubildender in den Betriebsablauf eingebunden. Gerade im Sauenstall hat Betriebsleiter Matthias Loose die ein oder andere Idee parat, um dem Betriebsleiternachwuchs die Facetten der Schweinehaltung nahe zu bringen. Wie z.B. die M\u00f6glichkeit, einen Teil einer Sauengruppe eigenst\u00e4ndig zu betreuen und von Belegung bis zum Absetzen zu verfolgen und zu dokumentieren. Wer belegt erfolgreicher? Chef oder Azubi? Klappt\u2019s mit dem Versetzen? Passen die Konditionsbeurteilung und die entsprechende Justierung der F\u00fctterung? Zudem bietet das geschlossene System von Jungsau bis zum Mastschwein einen guten Einblick in alle Bereiche der Schweineproduktion, von der Organisation der Eigenremontierung bis zur Vermarktung der Schlachtschweine. \u201cSauen f\u00fcttern und Tierkontrolle lasse ich vorrangig den Azubi machen. Nat\u00fcrlich habe ich stets ein Auge drauf, vieles machen wir gemeinsam und die letzte Entscheidung liegt bei mir. Aber ich m\u00f6chte schon, dass er sich aktiv k\u00fcmmert. So lernt er Ma\u00dfnahmen einzusch\u00e4tzen und Verantwortung zu \u00fcbernehmen &#8211; was ja auf seinem sp\u00e4teren Berufsweg nicht unwichtig sein wird\u201d, beschreibt Matthias Loose seine Rolle als Ausbilder. Auch wenn der Schwerpunkt schon bei den Schweinen liegt, kommt die Vermittlung der Kenntnisse rund um den Ackerbau nicht zu kurz. Dies ist insbesondere das Einsatzgebiet von Senior Franz-Josef Loose. Der 68-j\u00e4hrige k\u00fcmmert sich um die Ferkelaufzucht und ist oft auf dem Trecker anzutreffen, denn auch die 70 Hektar Ackerland mit Getreide und Mais wollen bewirtschaftet werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Genetisches Potential ausnutzen<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Idee, die gesamte Wertsch\u00f6pfung in einer Hand zu behalten, ist nicht revolution\u00e4r neu. Doch auf einem Markt wie dem deutschen mit einer vorrangig arbeitsteiligen Schweineproduktion und einem kontinuierlich wachsenden Ferkeldefizit, ist der Kombibetrieb ein vielfach untersch\u00e4tztes Betriebsmodell. Nicht nur, dass die Wertsch\u00f6pfung in einer Hand bleibt, es kann auch das ganze genetische Potential des auf Gesamtwirtschaftlichkeit ausgerichteten PIC-Zuchtprogramms ausgesch\u00f6pft werden. Robustheitsmerkmale wie Ferkelgeburtsgewicht, Ferkel\u00fcberlebensrate, Fundament haben wie die Reproduktionsmerkmale direkten Einfluss auf das Ergebnis im Sauenbetrieb. Gleichzeitig legen sie aber auch den Grundstein f\u00fcr eine erfolgreiche Mast. Beispielsweise ist allgemein bekannt, dass Ferkel mit h\u00f6herem Geburtsgewicht auch signifikant bessere Leistungen in der Mast zeigen. Und ein vitaleres Ferkel wird eben auch ein vitalerer L\u00e4ufer, der ein vitaleres Mastschwein wird. Dar\u00fcber hinaus werden Zunahmen oder Futtereffizienz nicht erst wichtig in der Mast, sondern tragen auch zur Wirtschaftlichkeit im Sauenbetrieb bei, sei es in der Jungsauenaufzucht oder insbesondere im Wartestall. Warum also nicht das gesamte genetische Paket von der Jungsau bis zum Mastschwein ausnutzen?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dieser Artikel erschien im PICourier &#8211; Ausgabe Sommer 2018.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-jetpack-slideshow aligncenter\" data-effect=\"slide\"><div class=\"wp-block-jetpack-slideshow_container swiper-container\"><ul class=\"wp-block-jetpack-slideshow_swiper-wrapper swiper-wrapper\"><li class=\"wp-block-jetpack-slideshow_slide swiper-slide\"><figure><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" alt=\"\" class=\"wp-block-jetpack-slideshow_image wp-image-5627\" data-id=\"5627\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/pic.com\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/01\/Hof_Loose_JSAZ_370x245.jpg?ssl=1\" \/><figcaption class=\"wp-block-jetpack-slideshow_caption gallery-caption\">Die Jungsauenaufzucht ist im Altgeb\u00e4ude untergebracht.<\/figcaption><\/figure><\/li><li class=\"wp-block-jetpack-slideshow_slide swiper-slide\"><figure><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" alt=\"\" class=\"wp-block-jetpack-slideshow_image wp-image-5624\" data-id=\"5624\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/pic.com\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/01\/Hof_Loose_Deck01_370x245.jpg?ssl=1\" \/><figcaption class=\"wp-block-jetpack-slideshow_caption gallery-caption\">Im Deckstall wird mit Farbmarkierungen gearbeitet. Jungsauen und st\u00e4rker abges\u00e4ugte Sauen erhalten z.B. eine gelbe Markierung und werden am Anfang der Futterleitung aufgestallt.<\/figcaption><\/figure><\/li><li class=\"wp-block-jetpack-slideshow_slide swiper-slide\"><figure><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" alt=\"\" class=\"wp-block-jetpack-slideshow_image wp-image-5625\" data-id=\"5625\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/pic.com\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/01\/Hof_Loose_Deck02_370x245.jpg?ssl=1\" \/><\/figure><\/li><li class=\"wp-block-jetpack-slideshow_slide swiper-slide\"><figure><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" alt=\"\" class=\"wp-block-jetpack-slideshow_image wp-image-5621\" data-id=\"5621\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/pic.com\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/01\/Hof_Loose_Warte_370x245.jpg?ssl=1\" \/><figcaption class=\"wp-block-jetpack-slideshow_caption gallery-caption\">Im Wartestall Gruppenhaltung mit Abruff\u00fctterung<\/figcaption><\/figure><\/li><li class=\"wp-block-jetpack-slideshow_slide swiper-slide\"><figure><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" alt=\"\" class=\"wp-block-jetpack-slideshow_image wp-image-5623\" data-id=\"5623\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/pic.com\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/01\/Hof_Loose_Abf_370x245.jpg?ssl=1\" \/><figcaption class=\"wp-block-jetpack-slideshow_caption gallery-caption\">Zw\u00f6lf und mehr kr\u00e4ftige Ferkel findet man an jeder Sau.<\/figcaption><\/figure><\/li><li class=\"wp-block-jetpack-slideshow_slide swiper-slide\"><figure><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" alt=\"\" class=\"wp-block-jetpack-slideshow_image wp-image-5626\" data-id=\"5626\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/pic.com\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2022\/01\/Hof_Loose_Fam_370x245.jpg?ssl=1\" \/><figcaption class=\"wp-block-jetpack-slideshow_caption gallery-caption\">Drei Generationen Loose, links Vinzenz mit Senior Franz-Josef rechts Matthias mit Theo und in der Mitte Nils Strotmann (Azubi bis Ende Juli 2018)<\/figcaption><\/figure><\/li><\/ul><a class=\"wp-block-jetpack-slideshow_button-prev swiper-button-prev swiper-button-white\" role=\"button\"><\/a><a class=\"wp-block-jetpack-slideshow_button-next swiper-button-next swiper-button-white\" role=\"button\"><\/a><a aria-label=\"Pause Slideshow\" class=\"wp-block-jetpack-slideshow_button-pause\" role=\"button\"><\/a><div class=\"wp-block-jetpack-slideshow_pagination swiper-pagination swiper-pagination-white\"><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von der Jungsau bis zum Mastschwein &#8211; 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